Energie Konsequent Optimal Nutzen 

 

Das Energiedienstleistungs-Gesetz (EDL-G)

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Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 einen Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie (2012/27/EU) beschlossen. Dieses Gesetz wurde am 5.03.2015 vom Bundesrat genehmigt.

Es ist zum 15. April 2015 geändert worden und wird seit dem 21. April im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.


Damit hat es Rechtsgültigkeit erlangt.


Diese Änderung des Gesetzes für Energiedienstleistungen (EDL-G) verpflichtet Unternehmen (größer als kleinere und mittlere Unternehmen / KMU), bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre ein Energieaudit durchzuführen. Alternativ dazu kann auch ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nachgewiesen werden.


Damit soll die Energieeffizienz innerhalb Deutschlands bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent steigen. Das Audit muss unabhängig und von einem qualifizierten Experten durchgeführt werden.


Energieaudit nach DIN EN 16247-1


Entsprechend der Beschlussempfehlung des Bundestags muss ein Energieaudit nach

DIN EN 16247-1 bis zum 5. Dezember 2015

umgesetzt werden.


Welche Konsequenzen drohen bei einer Nichteinführung von Energieaudit oder Umwelt-managementsystem?


Gemäß Artikel 13 der zugrunde liegenden Energieeffizienzrichtlinie (EED) werden die Mitgliedstaaten verpflichtet, wirksame, angemessene und abschreckende Sanktionen für den Fall der Nichteinhaltung der aufgrund der Artikel 8 und 18 Absatz 3 der Richtlinie erlassenen nationalen Vorschriften sowie die zu ihrer Anwendung erforderlichen Maßnahmen festzulegen. Mit der Umsetzung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betraut worden.


Bei Fristversäumung oder Nichteinführung drohnt ein Bußgeld bis zu € 50.000!


Von der Durchführung eines Energieaudits sind nach § 8 des Energiedienstleistungs-Gesetzes Unternehmen freigestellt, die entweder


-    1.    ein Energiemanagementsystem nach der DIN EN ISO 50001

            oder             

-    2.   ein validiertes Umweltmanagementsystem im Sinne der

            Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 (EMAS) erfolgreich eingeführt haben.


Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder Umweltmanage-mentsystem (UMS) nach EMAS

 

Für die Implementierung eines Energiemanagementsystems (EnMS) nach DIN ISO 50001 oder Umweltmanagementsystems (UMS) nach EMAS sieht der Gesetzgeber eine Einführungsphase bis zum
5. Dezember 2016 vor.

Für Unternehmen, die die Freistellung gemäß § 8 Absatz 3 des erneuerten Energiedienstleistungs-Gesetzes in Anspruch nehmen wollen, ist die Frist zum Nachweis eines Energie- oder Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 oder EMAS verlängert worden.

Im Rahmen einer Überprüfung durch das BAFA reicht es aus, wenn das Unternehmen dokumentiert, bis zum 5. Dezember 2015 mit der Einführung eines solchen Systems begonnen zu haben.

Der Nachweis kann mittels schriftlicher oder elektronischer Erklärung der Geschäftsleitung erfolgen.

Die Einführung eines Energiemanagementsytems gilt als begonnen, wenn mindestens die energetische Bewertung nach Nr. 4.4.3 a) der DIN EN ISO 50001 erfolgt ist.

Bei einem Umweltmanagementsystem muss mindestens die Erfassung und die Analyse eingesetzter Energieträger mit einer Bestandsaufnahme der Energieströme und -träger, die Ermittlung wichtiger Kenngrößen in Form von absoluten und prozentualen Einsatzmengen, gemessen in technischen und bewertet in monetären Einheiten, sowie die Dokumentation der eingesetzten Energieträger mit Hilfe einer Tabelle erfolgt sein.

Bis spätestens zum 31. Dezember 2016 muss das System vollständig implementiert sein.   

 

Das gültige Gesetz finden Sie unter:

 

http://www.gesetze-im-internet.de/edl-g/